zu Gast am #summenderCampus 2023 an der @FernuniversitätHagen


Thiemo Guntermann war mit seinem Team zu Gast am #SummenderCampus an der @FernuniversitätHagen. Was sie dort erwartete, lesen Sie im Folgenden.
Disclaimer: Die in diesem Beitrag verwendeten Bilder sind urheberrechtlich geschützt.

Team Guntermann in 10köpfiger Stärke zu Besuch am SummenderCampus am Schaukasten
Thiemo und sein Team (Foto: privat)

Am #SummenderCampus gibt es aktuell fünf Stationen, an die unterschiedliche Wissensanker geknüpft werden können
(siehe unten: „Übersicht Lernstationen Summender Campus“)

summenderCampus von oben

Station 1: Meet & Greet – SummenderCampus

Ankommen am #SummenderCampus bedeutet: inne halten und seine Sinne für die Umgebung scharf stellen. Nach und nach werden Geräusche deutlicher und wir erkennen immer mehr Leben unmittelbar um uns herum. Ein spannender Lernort auf dem Campus der Fernuni, der selten in seiner Fülle wahrgenommen wird.

In der Situation des Ankommens sollte inne gehalten werden. Durch bewusste Wahrnehmung des Ortes können verschiedenen Bereiche (siehe unten) wahrgenommen werden. An dieser Wahrnehmung entlang kann der Ort erschlossen werden.

didaktische Hinweise:
Nach einer schnellen Kennenlernrunde und einem kurzen Austausch über die Erfahrungen und das vorhandene Wissen über Bienen wurde der summende Campus als Projekt vorgestellt. Ein paar Funfacts aus der Imkerei und Geschichten rund um Bienen und Honig später folgten schließlich ein paar gewagte Vergleiche, etwa zwischen Bien (Bezeichnung des Superorganismus „Bienenvolk“) und öffentliche Verwaltung, die beide auf ihre spezifische Art Superorganismen sind, die sich über aus der Summe Ihrer Einzelteile konstituieren. Entfallen bestimmte Bereiche, Aufgaben oder Tätigkeiten, kollabiert der ganze Organismus.
Auf der anderen Seite ist – zumindest der Bien – so agil, passgenau auf die jeweiligen Rahmenbedingungen zu reagieren: einfaches Beispiel: Im Falle eines Kälteeinbruchs werden mehr Heizbienen benötigt. Anderers Beispiel: Wenn zeitgleich die Tracht von mehreren Pflanzen einsetzt, werden vermehrt Sammlerinnen benötigt. Der Bien reagiert unmittelbar und fährt andere Betätigungen herunter.
Wie ein Bienenvolk aufgebaut ist und funktioniert ebenso wie die Frage, wer tatsächlich die Macht im Bien inne hat, erfahren die Gäste an der folgenden Station, dem Schaukasten.

Station 2: Beobachtung eines Bienenvolkes im Schaukasten

Schaukasten mit drei Zander-Rähmchen übereinander. Im oberen Rähmchen ist Futter (--> Futterwabe) eingelagert, darunter sind zwei Brutwaben zu sehen.

Mit Hilfe eines besetzten Schaukastens können wir uns ziemlich entspannt an das Gewusel im Bienenstock gewöhnen. Wir nähern uns langsam den verschiedenen Funktionen an, die eine Biene in Laufe Ihres Lebens übernimmt. Je nach Zeitpunkt in der Saison können wir die Arbeiterinnen in verschiedenen Tätigkeiten beobachten: Pollensammlerin, Sucherin (die einen Schwänzeltanz aufführt), Ammenbienen, Putzbienen, bisweilen auch Baubienen. (Foto links)
Richtig spannend wird es, wenn die Königin noch unmarkiert ist und im Bienenstock gesucht werden muss.
Wird sie entdeckt, muss sie „nur noch“ gefangen und in einem Markierungsröhrchen platziert werden. Dann erhält sie einen farbigen Punkt auf ihren Rückenpanzer. Wozu? Damit die Herrin des Hauses gut zu identifizieren ist. Die Königinnen des Jahres 2023 werden mit roten Lack markiert.

Tienchen, die Königin, die Team Guntermann im Schaukasten entdeckt und die vom Teamleiter höchstpersönlich Ihre Markierung erhalten hat, ist mittlerweile aus dem Schaukasten ausgezogen. Sie hat die Führung eines weisellosen Wirtschaftsvolkes (ein Bien, der aus Gründen seine Königin verloren hat) übernommen und darf dieses nun in den Winter führen.

Station 3: Das Wildbienenhotel

Das Wildbienenhotel am #SummenderCampus ist mittlerweile ganzjährig besetzt und wurde von verschiedenen Wildbienenarten als Nest angenommen. Das Ergebnis der diesjährigen Geschäftigkeit der Wildbienen werden wir im nächsten Frühjahr hoffentlich bestaunen können.

Thema Bienensterben.

Das sogenannte Bienensterben bezieht sich nicht auf die Honigbiene, die unter imkerlicher Betreuung gut überlebt kommt. Die Honigbienen bzw. die Imkernden haben „nur“ mit der Varroamilbe zu kämpfen.
Die etwa 585 bis 600 Wildbienenarten in Deutschland hingegen (Link zu Deutschland summt) haben mit gänzlich anderen Herausforderungen zu kämpfen. Sie sind es, die mit dem sogenannten Bienensterben gemeint sind, denn:

Etwa 48 % der 557 in der Roten Liste bewerteten Bienenarten sind bestandsgefährdet oder schon ausgestorben.

Rote Liste Zentrum
WIldbienenhotel mit verschiedenen Wildbienenarten

Station 4: Die Wildblumenwiese

Unmittelbar verbunden mit dem Wildbienensterben, wie es verständlicher – aber nicht richtiger – heissen müsste, ist die vorhandene Flora. In Gebieten, in denen reiches „…Nahrungsangebot von nektar- und pollenspendenden Wildpflanzen“ vorhanden ist, sowie „geeignete Strukturen für die Anlage des Nestes. Je nach Art sind das z. B. Totholz, abgestorbene Pflanzenstängel [vor dem Winter nicht den Garten „aufräumen“, Anm. d. Verfassers], Lehmwände oder offene, sandige Bodenstellen“, in solchen Gebietem findet sich eine große Artenvielfalt an Bienen.
Hingegen: „Landwirtschaftlich intensiv genutzte Gebiete mit ausgedehnten Monokulturen [oder „Steingärten“, Anm. d. Verfassers] sind dagegen sehr bienenarm.“ (Quelle: Rote Liste Zentrum)

An dieser Stelle sind wir alle gefragt. Im Austausch der Kolleg*innen untereinander wurden viele gute Beispiele genannt, wie wir die Wildbienen bereits unterstützen und dies weiter ausbauen können.

Station 5: Die Honigbienenvölker

Nachdem die Themen Bienen, Wildbienen, Imkernde und Handlungsmöglichkeiten für groß und klein viel ausführlicher als geplant erörtert waren, durfte Team Guntermann mit den vierflügeligen Kolleg*innen Kontakt aufnehmen und stockwarmen Honig aus der Wabe probieren.
Lassen wir an dieser Stelle Bilder sprechen:

Annäherung an die Honigbienen…

…mit süßer Belohnung

Süßer Abschied mit Wabenhonig

Als Giveaway gab es aufgrund der günstigen imkerlichen Jahreszeit und auslaufenden Produktionskapazitäten noch etwas Wabenhonig zur heimischen Honigverköstigung an die Gruppe.


Das Feedback des Teamleiters zum Besuch am SummenderCampus


Übersicht Lernstationen Summender Campus

  1. Treffpunkt mit Bänken.
    (Ankommen am #SummenderCampus; Vorstellung und Einstieg in den Lernort)
    > Wahrnehmung des Ortes mit seinen unterschiedlichen Elementen und mit allen Sinnen
  2. Schaukasten
    (zum Besuchstermin natürlich besetzt mit unmarkierter Königin)
    > Aufbau und Struktur eines Bienenvolkes
    > Königinnensuche
    > System des Superorganismus „Bien“
  3. das Wildbienenhotel
    (je nach Jahreszeit besetzt oder „in Bearbeitung“)
    > Wild-Bienensterben
    > konkrete Handlungsanweisung und Hilfestellungen
  4. die Wildblumenwiese
    (Sensibilisierung für Lebensräume)
    > Blumenwiesen vs. Kulturlandschaft
    > konkrete Handlungsanweisung und Hilfestellungen
  5. Die Honigbienenvölker
    > Annäherung an einen 10-50.000 Bienenstarken „Bien“
    > Erfahrungen mit allen Sinnen
    • Sehen (Fluglochbeobachtung)
    • Hören (Summendes Treiben, Aufbrausen bei Rauchgabe, unterschiedlicher Flugsound: Bienen, Drohnen;)
    • Riechen (Stockluft, (Honig-)Wabengeruch)
    • Fühlen (Stockwärme, Wabengewicht, Bienen „streicheln“, Propolis, Wachs)
    • Schmecken (stockwarmer Honig aus der Wabe)
  6. Asynchrones Material
Fluglochbeobachtung am SummenderCampus

weitere Informationen zum Projekt „Summender Campus“

Mehr zum Projekt SummenderCampus an der Fernuniversität in Hagen finden Sie im Artikel „Imkern an der Fernuni – #Fernuniimker„, „Der Weg des Honigs: von der Wabe bis ins Glas„, im Insta-Kanal der Fernuni oder vom #Fernuniimker sowie „Ausgewähltes“ von HowToBee im entsprechenden Youtube-Kanal.

Dortmund, Juli 2023.

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