Tue Gutes und rede darüber – HektarNektar.com

Die Plattform Hektarnektar.com:
Eine lukrative Kooperations- und Anschubmöglichkeit für Jungimker

Aller Anfang ist schwer, so auch in der Imkerei. Neben dem Berg an Wissen, den man sich aneignet und einer anfänglichen Unsicherheit, ob man das, was man tut, auch genau richtig getan hat, müssen Anfangs finanzielle Investitionen vorgenommen werden:


Schutz-Ausrüstung, Werkzeuge, Beuten, und was das imkerliche Herz noch alles begehrt, obwohl es noch gar nichts davon weiß…
Daneben gilt es, Standorte für seine Völker zu akquirieren, die idealerweise schwer für andere aber leicht für den Imker* zugänglich sind.

Die Lösung für einen dieser essentiellen Punkte zu finden, hat sich die Online-Plattform Hektarnektar.com als Auftrag erwählt. Auf der Website wird ein Online-Bienen-Marktplatz zum An- und Verkauf von Bienenvölkern angeboten. Hektarnektar.com übernimmt hier die Vermittlerrolle mit Qualitätsanspruch, analog zu anderen Plattformen, die Käufer und Verkäufer zueinander bringen.
Gerade für Jungimker ist der Handel jedoch (noch) nicht ganz so interessant. Vielmehr gilt es die anfänglichen Hürden zu nehmen, seinen Bestand aufzubauen und sich durch die Wissensberge in Theorie und Praxis zu arbeiten.

Interview mit Martin Poreda, Mitbegründer der Plattform HektarNektar.com, mit Trending Topics


An dieser Stelle unternimmt Hektarnektar.com wirklich einen tollen Versuch, bei dem Jungimker gezielt unterstützt werden sowohl hinsichtlich von Weiterbildung als auch in materieller Form:
Ziel des Projektes ist die Erhöhung der Bienenpopulation um 10%, konkret also eine Bestandserhöhung der Bienenvölker im deutschsprachigen Raum um 100.000 sowie die Erhöhung der ImkerInnen (–>Neo-Imker) ebenfalls um 10%. Und dies binnen einer Projektlaufzeit von 10 Jahren.

Projekt2028: Imagefilm für Unternehmen
Die Frage nach dem Warum wird auf der Projekt-Website beantwortet, hier soll das Wie im Vordergrund stehen.
Was tut also die Plattform HektarNektar?

Hektarnektar.com bringt hier zwei interessierte Parteien zusammen, ähnlich wie beim An- und Verkauf von Bienenvölkern.
Im Projekt 2028 sind die Akteure auf der einen Seite Neo-Imker und auf der anderen Förderer und Unterstützer in Form von Firmen und Betrieben. Diese unterstützen dann einen über die Plattform an den Ansprüchen der Firma ausgewählten (oder mehrere) Jungimker. Mich fördert die Maishandelsgesellschaft agaSAAT.

Damit der Jungimker gefördert werden kann, muss er sich erstmal auf der Plattform registieren und ein Projektprofil anlegen. Natürlich müssen Fotos wie auch Texte zur Motivation, zum Ziel und zum Ausbildungsstand beantwortet und eingestellt werden. Erzielt die Plattform ein Match zwischen Förderer und zu Fördernden kann das Projekt starten.

Um was geht es konkret?

Die Erreichung des Projektzieles ist ausgemachter Gegenstand der Förderung, soll heißen: Der Jungimker bekommt quasi ein Starterset (Schutzjacke mit Schleier, Handschuhe, Stockmeißel, Abkehrbesen und einen Smoker), um der finanziellen Eingangsbelastung zu begegnen. Daneben erhält der Jungimker ein Jahresabo einer Zeitschrift seiner Wahl (Bienenjournal oder Bienen und Natur). Als abschließende Krönung erhält der Imker ein Bienenvolk inklusive einer Beute.

Was ist der Benefit für Förderer und
welche Pflichten sind seitens des Imkers zu erledigen?

Die fördernden Firmen, hier agaSAAT, werden mit dem Profil des Jungimkers, hier Karumpel, auf der Plattform Hektarnektar.com verlinkt und werden somit auf der Projektseite sichtbar. Über diesen Verweis hinaus springen die Firmen auf den Bienenzug auf, der derzeit, wie etwa im WDR durch die Republik saust. Daneben möchten die Firmen natürlich auch eigene Werbemaßnahmen durchführen. Dafür erhalten die Firmen Zugriff auf die Inhalte, die der Imker im Rahmen der Projektdokumentation anlegt. Konkret bedeutet dies:
Das Projekt zerfällt in vier Phasen, zu der jeweils ein Text sowie ein Foto auf der Projektseite eingestellt werden muss. Diese werden seitens HektarNektar freigegeben und dann dem Förderer zur Verfügung gestellt.

Summasummarum:

Für vier Fotos von mir und meinen Bienen sowie vier Texten zum Imkerjahr erhalte ich als Jungimker ein neues Bienenvolk, Ausrüstung und Literatur. Find ich ok 😉
Wie kann ich am Projekt 2028 teilnehmen?
  • Step 1:
    Als JungimkerIn erstelle ich ein Profil auf der Plattform und präsentiere mich mit den erworbenen Qualifikation (Einsteigerkurs, Honigkurs etc.) und beschreibe in kurzen Texten meine Qualifikation sowie meinen Antrieb, mich mit der Imkerei auseinander zu setzen.
  • Step 2:
    Auf dieses Profil hin (idealerweise Standort bezogen) werden potentielle Kooperationspartner mit dem Imker über die Plattform in Kontakt gebracht.
  • Step 3:
    Kommt die Kooperation zustande, erfolgt im Förderzeitraum (ein Jahr) die Ausstattung mit Ausrüstung und Bienenvolk.
  • Step 4:
    Der Geförderte verpflichtet sich dazu, vier Fotos und kurze Texte zu verfassen und über die Plattform zur Verfügung zu stellen. Dabei erhält der Fördernde ebenfalls Zugriff auf die Inhalte, die er dann für Werbezwecke bzw. Öffentlichkeitsarbeit einsetzen darf.

Auf der einen Seite ist dies natürlich ein Verkauf von Daten und Inhalten, andererseits ist es auch eine Win-Win-Situation.
Die erste Phase ist gerade abgeschlossen, die Texte erstellt und hochgeladen. Beim Foto war ich ein bisschen kreativ und warte noch auf die Freigabe. Bin mal gespannt, wie mein gif ankommt 😀

In jedem Fall bis hierhin: Danke!

Mein persönlicher Eindruck

Ich empfinde die Kommunikation über die Plattform HektarNektar als reibungslos. Informationen fließen kontinuierlich und Absprachen funktionieren gut. Ich habe das Glück gehabt, von der Firma agaSAAT gefördert zu werden, sodass mein Profil auf der Plattform mit dem Förderer verknüpft wurde und ich in diesem Jahr gefördert werde. Gerne werde ich mich persönlich bei der Firma bedanken, wenn sich die Gelegenheit bieten wird.
Etwas Undurchsichtig ist die weitere (zeitlich begrenzte?) Nutzung meiner zur Verfügung gestellten Daten im Sinne von Inhalten. Dies wird sich bestimmt zeitnah klären lassen, sodass ich bis dato die Arbeit der Betreiber loben und gerne weiterempfehlen möchte, sofern man kein Problem damit hat, sich auf einer Plakatwand in Imkerausrüstung wieder zu begegnen.


* Zur besseren Lesbarkeit verwende ich im Folgenden den Begriff „Imker“ geschlechtsneutral und möchte sowohl die Damen als auch die Herren der Schöpfung damit gemeint wissen.